Sonntag, 29. März 2009

Kino:

Los Abrazos Rotos - Pedro Almodóvar

...hat mir gefallen :-)

(dt. Titel: "Verlorene Umarmungen")

(Bild: http://www.awardsdaily.com/wp-content/uploads/2009/03/los-abrazos-rotos.jpg)

Samstagnacht am "auditorio"...

...war einfach zu lustig!
Samstagnachmittag in Gáldar

Gáldar war die erste Hauptstadt der Insel. Bevor Gáldar als Feldlager diente, hieß es Agáldar und war das Zentrum und die Hauptstadt eines der beiden REiche der Altkanarier. Es war der sitz des Guanarteme - des Stammesoberhaupts. Die wichtigsten Fundstätten Gran Canarias liegen in Gáldar. Wir besuchten den Archeologischen Park "Cueva Pintada", wo wir(original) Ausgrabungsstätten der Altkanarier besichtigten. Es war wirklich interessant und ich hätte nie gedacht, dass die Altkanarier so ein hoch entwickeltes Volk waren. Sie hatten eine hierarchisierte Gesellschaft und ihr Gott war die Sonne. Sie hatten eigene Rituale und Zeremonien, einen eigenen Kalender und sie betrieben untereinander "Politik". Es gab verschiedene Stämme, die auf der ganzen Insel verteilt waren (insegsamt ca. 20 000 Menschen)...Das Oberhaupt eines jeden Stammes war der "Guanarteme". Die erste Besiedlung der Inseln fand wahrscheinlich um 3000 v.C. statt. Weitere Besiedlungsschübe fanden ca. 500 v.C. statt Man vermutet, dass die Siedler aus Europa und/oder Nordafrika stammten. Bis heute ist unklar, woher genau die Altkanarier stammten.

1478-1483 wurden die Altkanarier von den Spaniern, die die Insel für sich beanspruchten, unterworfen.




(Quelle: Google Earth)


Gáldar - Die Stadt liegt an einem Vulkankrater





















Las Palmas von der Nordküste aus

Sonntag, 22. März 2009

Puerto de Mogán...

...ist ein wunderschönes, idyllisches Fischerdorf im Südwesten der Insel...- So und nicht anders wird Puerto de Mogán in jedem Reiseführer beschrieben, und ich muss sagen, die Beschreibung trifft auf jeden Fall zu. Ich würde Puerto de Mogán aber wohl eher so beschreiben: ein kleines, wunderschönes, idyllisches Fischerdorf á la Disneyland! Das Dorf wirkt eben ein bisschen künstlich! Alles scheint so perfekt zu sein!

Rund um den Ort gibt es jede Menge Hotels, die in/auf den hohen Felswänden gebaut wurden. Und trotzdem: der Tourismus hält sich dort in Grenzen und das ist auch gut so. Im Bereich des Hafens gibt es viele Restaurants, Eisdielen und kleine Souveniergeschäfte. Die Häuser in Puerto de Mogán sind nie höher als 2 Stockwerke, was dem Ort einen besonderen Charme verleiht. Die Gassen sind eng und überall wachsen diese Sträucher mit ihren bunten Blüten (Leider weiß ich nicht, wie dieses Gewächs heißt - es ist mir entfallen ;-) - sicher ist aber, dass es in jedem südlichen Land wächst und jeder es kennt).

Das Ambiente war sehr "chillado" (ruhig, gelassen), und wir konnten endlich dem Lärm und der Hektik der Stadt entfliehen. In Puerto Mogán konnte man sogar Vögel zwitschern hören, so still war es!

Gleich neben dem Hafen liegt ein kleiner aber sehr schöner Strand. An diesem Strand gibt es keine Quallen und auch keine Wellen, die einem den Bikini vom Leib reißen ;-) . Der kleine Strand wird von einer Aufhäufung von großen Steinen geschützt und es gibt ein Netz, das unerwünschte Meeresbewohner fernhält. Somit kann man entspannt baden und die Sonne genießen.

Das einzige, was vielleicht heute nicht so toll war, war die Busfahrt... Es dauerte einfach viel zu lang (fast 2 Stunden) und in der Busstation in San Telmo, wollte uns der eine Busfahrer der Linie 01 nicht mitnehmen und sagte uns, wir müssen mit dem Bus der LInie 91 fahren und in Puerto Rico in den 01er Bus umsteigen. Das machten wir auch und kamen nach einer ewig dauernden Busfahrt (allerdings mit super Aussicht aufs offene Meer und an der Steilküste runter) in Puerto de Mogán an. Am Abend wollten wir es dann wissen: Wir stiegen direkt in Puerto de Mogán in den Bus der Linie 01 ein und fanden schnell heraus, warum uns der Busfahren am Morgen nicht mitnehmen wollte. Der Bus der Linie 01 hielt so ziemlich an jeder Bushaltestelle entlang der Küste Gran Canarias, bis hinauf nach Las Palmas.... Außerdem hielt er auch dort, wo keine Bushaltestelle war, aber jemand aussteigen wollte und den Halteknopf drückte. Sogar mitten auf der Autobahn und auch mitten in der Pampa... Was wollen die Leute bloß dort?!
Nun gut. Wir wissen jetzt wieder etwas mehr über die "guaguas" und freuen uns schon auf morgen, denn da beginnen die "guagua"-Fahrer nämlich zu streiken!





... unzählige Hotels, gleich hinter dem Hafen
...ein kleiner Fluss trennt Puerto de Mogán von seinem Strand
...ein fliegender Bus ;-)

...links im Hintergrund sieht man die "Klippe" an der wir entlanggefahren sind

... ein Zauberstein: Man kann das Wetter vorhersagen. Wenn er einen Schatten wirft, dann ist es schön, wenn er nass ist, dann regnet es,...etc. :-D

...meine neuen übergroßen Sonnenbrillen ;-)

...precioso!

...Puerto de Mogán

...Fische im türkiesfarbenen Wasser des Hafenbeckens


Katti, Kerstin und Agnes


Donnerstag, 12. März 2009

Wie die Zeit vergeht!

Wahnsinn... Jetzt habe ich schon seit 12 Tagen nichts mehr gepostet! Ich bin einfach viel zu beschäftigt gewesen...Es gibt immer was zu tun für die Uni und die Tatsache, dass hier jede Vorlesung oder Übung ganze 4 Stunden pro Woche einnimmt (manchmal auch nur 3), macht sich langsam in meinem Schlafrythmus bemerkbar. Und außer schlafen und brav zur Uni gehen, gibt es noch jede Menge andere Dinge zu tun. Sightseeing und am Strand liegen...Doch leider war ich ein bisschen krank (Mandelentzündung) und musste mich "schonen". Das Wetter hat auch verrückt gespielt! Es hat ca. 3 Tage fast nur geregnet. Die "Canarios" selbst fanden das natürlich auch nicht optimal und beklagten sich sogleich über den extrem kalten und verregneten Winter 2009.
Fast hätte ich vergessen, dass ich Geburtstag habe. Ja..wirklich! Vor lauter "Stress" viel es mir schwer, daran zu denken, dass am Montag mein Geburtstag sein würde.

Zum Glück ist es mir rechtzeitig wieder eingefallen und ich habe (mir selbst :-S ) einen Geburtstgaskuchen gebacken. Genauergesagt eine "Sachertorte" in Kuchenform...Naja...eigentlich habe ich den Teig in einer Bratenform gebacken. Die Mittel in unserer WG Küche sind nunmal sehr begrenzt!

Das Chaos "danach" :



Natürlich habe ich gerne mit meiner Mitbewohnerin Katti und Agnes aus Wien geteilt. Das Bier und die Sangría haben übrigens sehr gut mit dem Kuchen harmoniert! ;-)
Ou.. Da fällt mir ein, dass ich noch gar nicht geschrieben hatte, dass ich Anfang März umgezogen bin. Ich wohne jetzt zwei Querstraßen von meiner ersten Wohnung entfernt, in einer superschönen, supergroßen und günstigen Wohnung, mit obendrein zwei supernetten Mitbewohnern: Katti und Cheikh.
(Ihr werdet sicher bald mehr von/über sie hören ;-))

So... Jetzt werde ich mich mal an meine "deberes" (Hausübungen) machen, damit ich am Wochenende mehr Freizeit habe!

Viele Grüße aus der Ferne!

Sonntag, 1. März 2009

28 de febrero: El Entierro de la Sardina
(Das Begräbnis der Sardine)
...mit dem der Karneval offiziell für beendet gilt, fand gestern statt. Und natürlich waren wir dabei! Am Abend machten wir uns an das Ende des Las Canteras Strandes auf, wo schon zahlreiche Menschen auf das Eitntreffen der Sardine warteten. Diese hatte sich, begleitet von einer maskierten, lärmenden Menschenmasse, unter der sich auch laut weinende und klagende "Witwen" (Männer in Frauenkleidern á la Dragg-Queen) befanden, um 18:00 von Triana aus auf den Weg nach Las Canteras gemacht.

Traditionell findet El Entierro de la Sardina eigentlich am Aschermittwoch statt, doch in den letzten Jahren war es der Samstag nach dem Aschermittwoch, an dem die Sardine "zu Grabe getragen wurde". Gemäß des diesjährigen Mottos "Piratas", wurde die Sardine mit Piratenhut und Augenklappe ausgestattet , was ihrer Schönheit natürlich keinen Abbruch tat!

Die Sardine steht sympolisch für die Geschehnisse des Karnevals, also der "fiesta", der Unsitten und Laster, der Zügelllosigkeit und Hemmungslosigkeit des Karnevals.
Fasziniert und zugleich auch etwas irritiert von diesem Schauspiel, das sich uns darbot (der ganze Strand war voller Leute), warteten wir auf den Moment des Abschieds...
...der uns mindestens genauso schwer viel wie diesen Damen (natürlich waren mehr als nur diese 3 oder 4 anwesend, die man auf dem Foto sieht) , die das gesamte Begräbnis mit lauten Rufen begleiteten: "Verbrennt sie!..... Verräterin!!!! .......Ins Meer mit ihr!!! ......Scher dich nach Teneriffa wo du hingehörst!!...Feuer, Feuer, Feuer!!!!!...." (Denn die Laster der Vergangenheit sollen ja "ausgelöscht" werden - oder zumindest nach Teneriffa verbannt werden....Zwischen den Inseln herrscht eine Art Konkurrenz in allen Dingen.)

Schließlich wurde die Sardine in Brand gesetzt, begleitet vom lauten Knallen der Feuerwerkskörper.
Das Feuerwerk war wirklich beeindruckend! Es dauerte ziemlich lang, und als man dachte, es sei jetzt zu Ende, fing es wieder von Neuem an zu knallen!
"Frohes Neues Jahr!" - wäre mir beinahe über die Lippen gekommen :-) Die Frage ist nur, wie das Feuerwerk dann zu Silvester ist, wenn es schon zum Ende des Karnevals solche Ausmaße annimmt. Naja...wahrscheinlich gibt's da keines, weil die Stadt schon wieder für das nächste Feuerwerk zum Entierro de la Sardina sparen muss ;-)
Nach dem Entierro de la Sardina machten wir uns auf in den Parque Santa Catalina, nicht weit vom Strand, wo ein Konzert - mit freiem Eintritt - stattfand. Nach unzähligen anderen Künstlern, die meisten von ihnen nur spanienweit bekannt, trat Craig David auf:





Der weiße Punkt ist Craig David :-) Nach ein-zwei Songs trat er im Duett mit Alex Ubago auf, einem spanischen Sänger. Craig David sang auf Englisch und Alex Ubago auf Spanisch ;-)

Ich bin zwar kein fanatischer Craig David Fan, doch trotzdem fand ich das Konzert wirklich gut und freue mich, von nun an sagen zu können, Craig David - DEN Weltstar - life gesehen zu haben ;-)